Zuerst wollte ich mich noch für die ganze Unterstützung bedanken, die ich während meines Freiwilligendienstes bekommen habe, angefangen bei den grosszügigen Spenden und alle, die an mich gedacht, für mich gebetet und mir auch hin und wieder geschrieben haben. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Ein grosses Dankeschön an alle!
Einerseits freue ich mich schon sehr darauf, wieder nach Hause zu kommen und alle wieder zu sehen, in vertrauter Umgebung zu sein und wieder alles zu verstehen und verstanden zu werden (Spanisch bereitet mir keine Probleme mehr, doch mit der Eingeborenensprache Guaraní habe ich leider immer noch meine Schwierigkeiten). Natürlich freut man sich auch auf kleine Annehmlichkeiten wie durchgehen warmes fliessendes Wasser oder eine Heizung im Winter :-), aber das sind mittlerweile nur noch Kleinigkeiten, ich habe mich mittlerweile an die Gegebenheiten gewöhnt und es stört mich nicht, auch ab und zu mit Eimer zu duschen :-)
Jedoch habe ich mich mittlerweile richtig gut eingelebt, ich habe viele Menschen ins Herz geschlossen, die ich nur sehr ungern zurücklasse, wozu natürlich alle gehören, die hier im Colegio leben und auch eine Familie, die mich wie eine Tochter aufgenommen hat und bei der ich mittlerweile fast jedes Wochenende zu Besuch bin.
Das wird für mich ein richtig schwerer Abschied und ich hoffe, diese lieben Menschen bald wieder sehen zu können.
Auch einige der paraguayanischen Gewohnheiten werde ich sehr vermissen, wie das gemeinsame Zusammensitzen mehrmals täglich und Terere trinken, das viele Singen und Spässe machen und auch die Einfachheit und Herzlichkeit, mit der die Paraguayos auf andere Menschen zugehen und wie schnell man dort als Familienmitglied aufgenommen wird.
Zum Schluss hätte ich noch ein Andenken. Ich habe zu Beginn schon sehr viele grosszügige Spenden bekommen, mit denen ich auch schon mehrere Kleinigkeiten bewirken konnte, wie z.B. mal ein Spiel für die Kinder zu kaufen, einer armen Frau zu eine Tischdecke abzukaufen, … Kürzlich habe ich von einer sehr lieben Spenderin einen Betrag bekommen, die an ihrem Geburtstag Geld für mich gesammelt habe und da habe ich mir überlegt, wofür ich das Geld noch sinnvoll einsetzen könnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass unsere 26 Internatsmädchen sich immer noch mit kaltem Wasser duschen müssen. Das ist im Sommer nicht weiter schlimm, doch gerade jetzt im Winter, wo es auch oft unter 10°C und manchmal sogar 0°C hat, ist das nicht nur sehr unangenehm, sondern auch gefährlich, da die Mädchen reihenweise krank werden.
Leider würde ein Kauf eines Boilers mit der Installierung um die 1000Euro kosten, was eine Menge Geld ist und was sich die Schule hier einfach nicht leisten kann.
So wollte ich noch mal einen Spendenaufruf machen und diejenigen, die gerne noch etwas Spenden möchten bitten, mich bei diesem letzten Projekt zu unterstützen, um den Internatsmädchen warmes Wasser zum Duschen zu ermöglichen. Dafür wäre ich sehr dankbar, da mir diese Mädchen sehr am Herzen liegen, die teilweise sehr weit von zu Hause weg sind und nur einmal im Jahr ihre Familie sehen können.
Liebe Grüsse aus dem winterlichen Paraguay und bis bald in Deutschland :-)
Lena
Lena; Danke, dass ich immer in Deiner Nähe sein durfte.
AntwortenLöschenIch habe alles mit verfolgt, jetzt freue ich mich, dass Du wieder nach Hause kommst. Hoffentlich hast Du eine gute Heimfahrt, das wünsche ich Dir von ganzem Herzen .
Und nun viele Grüsse, und "Danke"!