Freitag, 25. Februar 2011

Wie ein kleines Paradies, unser Arroyo

Da ich leider noch sehr viele Urlaubsfotos habe, bei denen ich mich einfach nicht entscheiden kann, welche ich auf meinen Blog stellen soll und sich hier aber aber schon wieder sehenswerte Fotos ergeben haben, nuss ich schnell einen kleinen Einwurf machen und die Urlaubsfotos unterbrechen ;-)



Ganz in der Nähe des Colegios, ca. 5km entfernt, habe ich letztens zum ersten Mal einen Arroyo, was so viel wie kleiner Fluss bedeutet, besucht, da mir bisher nicht bekannt war, dass so was  Schönes ganz bei uns in der Nähe liegt.
Dieser Arroyo mit dem guaraniieschen Namen „Chorro Guazu“ (Grosser Bach), wird hauptsächlich zum Fischen benutzt, aber man kann dort auch sehr gut einfach nur baden und sich sonnen :-)

Da ich ihn jetzt kenne, versuche ich so oft wie möglich dort hin zu gehen, vor allem da es auch zur Zeit unglaublich heiss ist und so eine Erfrischung im kalten Wasser richtig gut tut :-)

















man kann sich auch von den Wasserfaellen massieren lassen :-)






ein Poserbild muss natuerlich auch sein ^^

El Lago „Titicaca“

Der berühmte Titicacasee, den wahrscheinlich jeder wegen seinem lustigen Namen kennt, ist der höchstgelegene See der Welt (3810m über dem Meeresspiegel) und der grösste See in Südamerika (ca. 15 Mal so gross wie der Bodensee (die Information habe ich von Sophia, ich bin da nicht draufgekommen :-)).
Sein Name bedeutet aber nicht das, was die Mehrheit wahrscheinlich denkt, denn „Titicaca“ kommt aus einer der alten Sprachen der Eingeborenen in Peru und heisst übersetzt „Felsen des Pumas“. Ich hoffe jetzt sind einige Zweifel und Fehleindrücke geklärt :-)
Der See heisst so, da der Legende nach der erste Inkakönig über einen Felsen auf der Sonneninsel die Erde betreten haben soll und dieser Felsen hat die Form eines Pumakopfes.
Da der See genau auf der Grenze zwischen Bolivien und Peru liegt, kann man ihn von beiden Seiten besuchen.



Auf Grund unseres Zeitmangels haben wir ihn dann aber nur von der bolivianischen Seite aus angeschaut, in der Stadt Copacabana, da man von dort die berühmte „Isla del Sol“ – „Insel der Sonne“ besuchen kann.
In einem winzigen und unglaublich langsamen Tuckerboot haben wir diesen wunderschönen See überquert und sind zur Isla del Sol gefahren, um uns diese berühmte Insel auch mal anschauen zu können.
Dort leben heute ca. 500 Menschen, die vom Tourismus, Ackerbau und Fischfang leben.


 Die Quelle mit dem Wasser der ewigen Jugend - haben wir natuerlich auch getrunken :-)










Wir hätten unglaublich Lust gehabt, auch in dem berühmten See baden zu gehen, aber dafür war es leider zu kalt und zu windig.

Auf auf zur Inkastadt


Natürlich mussten wir uns auch Perus berühmteste Sehenswürdigkeit „Machu Picchu“, die Inkastadt anschauen, dir erst 1911 entdeckt wurde und seither zu den grössten Touristenattraktionen zählt und als eines der neuen Weltwunder bekannt ist.
Um zu dieser versteckten Inkastadt hoch oben in den Bergen, in der Nähe von Coscou zu kommen, muss man sich erstmal ca. 2 Stunden lang ziemlich anstrengende Inkatreppen hoch schleppen, was wir natürlich gemacht haben :-),  oder den Bus nehmen, der um einiges schneller, aber auch ziemlich teuer ist.
Und da Sophia und ich natürlich auch unbedingt auf den Aussichtsberg „Wayna Picchu“ wollten, um Machu Picchu von oben bewundern zu können, mussten wir schon um 4Uhr morgens los, da nur die ersten 400 Besucher pro Tag den Berg besteigen dürfen, da das nicht ganz ungefährlich ist. 

Der Berg im Hintergrund ist Wayna Picchu ;-)





Und das sind die tollen Stufen









Nach fast nur einer Stunde Schlaf sind wir dann also los und nach einem beinahe Marathon, den wir auf diesen Treppen hingelegt haben, waren wir unter den ersten 400 Besuchern :-) Sehr verschwitzt und total am Ende, aber es hat sich gelohnt.


Bevor wir aber auf den Aussichtsberg gestiegen sind, haben wir eine Führung durch die Stadt gemacht, was echt beeindruckend was. So wenig wie man sich vorstellen kann, wie die Pyramiden in Ägypten erbaut wurden, so wenig kann man sich vorstellen, wie die Inkas mitten in den Bergen eine ganze Stadt aus Tausenden von Steinen erbauen konnten ohne die Hilfe jeglicher Maschinen, die man heute verwendet. Und es ist nicht nur eine kleine Stadt aus einfachen Häusschen, nein, es gibt dort richtige Wohnhäuser mit Fenstern, einen Tempel, ein kleines Schlösschen für den jeweiligen Inkakönig, einen Hauptplatz mit Wachtürmen und jede Menge Ackerflächen, da die Inkas hauptsächlich vom Ackerbau leben konnten dort oben.






Nachdem wir dann so gut wie alles aus der Nähe gesehen hatten, kletterten wir dann noch anderthalb Stunden die grausamen Treppen des Wayna Picchu nach oben. Warum der Aufstieg grausam war? Die Inkas hielten leider nichts von gleichmässigen Stufen, sodass sie manchmal riesig und manchmal so klein waren, dass man nur seitwärts gehen konnte. Ausserdem mussten wir durch Höhlen kriechen und uns manchmal richtig am Felsen entlang hangeln, ohne dass es irgendeine Sicherheitsvorkehrung gegeben hätte! Jetzt weiss ich auch, warum nur diejenigen hoch dürfen, die die anderen Inkatreppen zur Stadt früh morgens schon hoch rennen…





Hier ein Beispiel der Hoehle...










Aber es hat sich richtig gelohnt! Die Aussicht war atemberaubend, man konnte ganz Machu Picchu von oben bewundern. 







 Einfach genial diese Aussicht!






Irgendwann hatten wir dann aber genug gesehen und machten uns auf den beschwerlichen Abstieg, um abends totmüde und mit schmerzenden Muskeln ins Bett zu fallen.


 Hier noch ein schoenes Landschaftsbild, auf das ich ganz stolz bin ^^
Bei dem Fluss unten sind wir uebrigens gestartet und nach oben gewandert









... und natuerlich gibt es auch heute noch Bewohner, die es sich in der alten Inkastadt so richtig gut gehen lassen ^^