Montag, 27. Juni 2011

Noche Cultural – Kulturelle Nacht


Eine Woche nach San Bonifacio wurde, wie es die Tradition verlangt, eine kulturelle Nacht veranstaltet, bei der alle Klassen der Secundaria antreten mussten.
Die kulturelle Nacht ist ein Wettbewerb, bei dem jede Klasse ein Gedicht 








und ein Lied über die Geschichte Paraguays vortragen muss, 











ein Theater spielen, in dem es um irgendetwas Paraguayanisches geht, 











und jeweils einen traditionellen paraguayanischen 















...









und deutschen Tanz vortanzt. 












 Die Klasse, die alles am Besten vorbereitet hat und vortragen kann, gewinnt einen Preis.
Das war übrigens das erste Mal, dass ich traditionell deutschen Tanz gesehen habe, das war richtig lustig und keiner wollte mir glauben, dass ich den Tanz nicht kenne und dass man so was in Deutschland heute nicht mehr tanzt, so viel ich weiss jedenfalls …








Davor musste allerdings eine Menge Essen vorbereitet werden, und so waren wir den ganzen Tag damit beschäftigt, Chipa, Chipa So’o, Fleisch, Torten, … und alle möglichen anderen Sachen vorzubereiten.



 ich ganz fleissig beim Chipa Backen :-)
  Mabel :-)









in dem Ofen wird Chipa gemacht (das ist uebrigens Chips So'o - Chipa mit FLeisch innen drin)




damit man weiss, wie man mit dem Ofen kocht: zuerst wird darin ganz ciel Holz verbrannt, danach wird der Chipateig reingegeben und alles abgedeckt und so wird hier gebacken :-)

Sonntag, 26. Juni 2011

Día de San Bonifacio

Am 5. Juni ist der Namenstag des Heiligen San Bonifacio, der ja der Namenspatron unseres Colegios ist. So musste natürlich ein riesen Fest organisiert werden, um unseren Namenspatron zu ehren.
Neun Tage zuvor wurde schon angefangen, jeden Abend die Messe zu feiern mit Themen passend zu San Bonifacio.






Samstag Nacht, der Nacht vor San Bonifacio wurde schon ein Fest organisiert mit einem richtig paraguayanischen Torin, d.h. mit Stierkämpfen. Man darf sich das aber nicht so wie in Spanien vorstellen, bei dem immer am Schluss de Stier umgebracht wird. In Paraguay treten immer zwei Toreos auf, die richtig schick angezogen sind und mit einem roten Tuch den Stier locken und austricksen, doch das Ziel ist, den Stier zu ermüden und dann irgendwie auf den Boden legen zu können.


Um die Leute ausserdem noch mehr zu unterhalten, treten zwei Clowns auf, die Spässe machen und allen möglichen Blödsinn veranstalten. Das hat mir persönlich am Besten gefallen.








Am Sonntag, den 5. Juni war es dann endlich so weit und schon um fünf Uhr morgens sind wir aufgestanden, um ein Feuerwerk zu Ehren San Bonifacios zu veranstalten.   Natuerlich haben wir uns alle richtig fein rausgeputzt :-)









Danach wurde um 8Uhr die Messe gefeiert und später sind noch mal alle Schüler wie schon zum Unabhängigkeitstag marschiert.







 das sind Chiroleras, keine Ahnung, was das heisst, aber so werden die genannt :-)



auch Lehrer sind marschiert )sogar mit Baby ^^)














die ganzen Schueler in der Strasse zum Colegio









auch Schueler des ersten Jahrgans wurden eingeladen ...




und die Kleinen duerfen natuerlich auch nicht fehlen :-)














Anschliessend gab es traditionelles paraguayanisches Essen mit einem kleinen kulturellen Wettbewerb unter den Schülern, die Tänze, Lieder und Gedichte vortrugen.



traditioneller paraguayanischer Tanz mit den Chipaverkaeuferinnen




noch ein traditioneller paraguayanischer Tanz: Das Fraeulein, das den Jaeger bezirzt :D
was man dich unter richtigem traditionellem Tanz mit Kleidung vorstellt :-)


was mir am besten gefallen hat:
und zum Schluss sogar noch traditioneller deutscher Tanz. Das erste Mal, dass ich sowas gesehen habe :-)


ich bitte alle Rechtschreibfehler und sonstige Fehler zu entschuldigen, die Tastatur, sowie der PC sind heute leider nicht mein Freund, fuer diesen Eintrag habe ich eine halbe Ewigkeit gebraucht ...

Freitag, 17. Juni 2011

Letzte Ausreise – letzter Besuch in Argentinien

Ich habe ganz vergessen, zu schreiben, dass Ende April schon wieder unser 3monats-Visum abgelaufen war und wir somit noch einmal und zum letzten Mal aus Paraguay ausreisen mussten.
Dabei haben wir noch mal die Gelegenheit genutzt, um unsere Freunde in Argentinien, im „Casa Loca“ zu besuchen. 






Es war noch mal richtig nett, unsere Freunde zu sehen und wir haben ein paar sehr schöne und lustige Tage bei ihnen zu Hause verbracht.










Als VIPs waren wir sogar von unserem letzten Besuch in der argentinischen Zeitung :-)



 namentlich genannt :-) (ich hoffe, man kanns auch lesen ^^)









Danach haben wir uns aber auch wieder gefreut, nach Paraguay zurück zu kehren, um die letzte Zeit hier an unserer Einsatzstelle so richtig geniessen zu können.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Wie man ein Schwein schlachtet


Bei uns auf dem Land gehört es ja zum Alltag, dass immer mal wieder eine Kuh, ein Schwein, und fast täglich Enten oder Hühner geschlachtet werden.
Bisher konnte ich mir das nie mit ansehen, doch dieses Mal wurde ich überredet, ein paar Fotos zu schiessen, nachdem das Schwein schon getötet wurde, da ich so was anscheinend nie wieder zu Gesicht bekommen werde …

2m lang war das Schein

Es war eine ziemliche Überwindung für mich, das Auseinandernehmen des Schweins zeitweise mit anzuschauen, das Fleisch wollte ich danach dann nicht essen ^^
Da ich mir gedacht habe, dass ausser mir bestimmt viele andere so was noch nie gesehen haben, wollte ich diese Bilder dann doch auch in meinen Blog stellen und zeigen, was hier zum Alltag gehört, auch für die Internatsmädchen, die sogar schon mit 10 Jahren helfen, Tiere zu schlachten, um so auch zu lernen, zu überleben, da viele Leute es sich hier nicht leisten können, sich einfach ein Schnitzel aus dem Supermarkt zu kaufen. So werden die Tiere hier grossgezogen und schliesslich geschlachtet, wobei wirklich alles verwertet wird. Nur aus dem Schweinefett wird schon ein ganzes Essen zubereitet.
Das war eine einmalige Erfahrung, die ich nicht gerne wiederholen möchte, auch wenn ich immer nur für ein paar Minuten anwesend war, da mir zeitweise bei dem Anblick auch ein wenig schlecht wurde.


nachdem dem Schwein saemtliche Haare entfernt wurden, wurde ihm die Haut (ich glaube mit Fettschicht) abgeschnitten ...
danach wurde der Kopf entfernt ... dabei wurde er, so kam es mir vor, fast um 360 Grad gedreht und dann das letzte Stueck noch abgeschnitten ... dabei haette ich mich dann doch fast uebergeben ...







schon ohne Kopf ... man sieht ausserdem noch, wie die Haut mit Fett abgezogern werden ...










der Kopf wurde dann am Ohr an einem Baum aufgehaengt, damit ihn die Hunde nicht fressen ... keine Ahnung, was danach mit ihm passiert ist ...









ich hab mich sogar ueberreden lassen, mich fuer ein paar Sekunden neben den Kopf zu stellen, um ein Beweisfoto zu schiessen, dass ich auch wirklich da war... danach bin ich gefluechtet ^^










der Metzger ... da war schon fast nichts mehr vom Schwein uebrig .,..








Fleisch Fleisch und noch mehr Fleisch ... (ich hab nichts davon gegessen )






und sogar die Schweinshacksen sollen eine Delikatesse sein ... ich weiss nicht, ob ich das glauben kann ^^









Ich hoffe, dass niemandem bei diesen Bildern schlecht geworden ist, sie sind schon ein bisschen makaber, aber ich fand es wichtig, zu zeigen, was hier sogar schon zum Alltag der Kindes gehoert.