Am 15. Mai, am Muttertag in Paraguay, hatte Paraguay seinen 200. Jahrestag der Unabhängigkeit. Natürlich wurde das gross gefiert, überall wurde alles schön hergerichtet und repariert, so sauber habe ich die Städte noch nie gesehen.
Paraguay ist zwar geographisch gesehen nicht besonders bemerkenswert, doch der Nationalstolz der Paraguayos ist unübertrefflich, so wird z.B. jeden Morgen in der Schule (auch in der Grundschule) die Nationalhymne gesungen und egal wie arm eine Familie auch ist, für den 15. Mai hat jeder (bis hin zum kleinsten Familienmitglied) eine Uniform, um bei der Parade zum Jahrestag der Unabhängigkeit mitzulaufen.
Das ganze Jahr über werden die Kinder besonders auf diesen Tag vorbereitet, es wird die Geschichte Paraguays immer wieder aufs Neue erzählt, das marschieren wird geprobt, die Nationalhymne perfektionniert ^^, …
In der Hauptstadt gab es riesige Festivals mit Theater, Tanz, Militärsparaden, … was zu wir auf dem Land alles im Fernsehen miterleben konnten :-)
Überall wurde die Flagge Paraguays aufgehängt und den ganzen Mai über musste jeder, egal ob Ausländer oder Kleinkind, mit einem „Tricolor“, z.B. einer Blume mit den Farben der Flagge Paraguays, rot – weiss – blau, auf der linken Brustseite, rumlaufen. Darauf wird hier schon fast fanatisch geachtet :-)
Bei uns in der ländlichen Gegend der Colonia Independencia gab es nicht so ein riesiges Festival wie in Asunción, doch auch bei uns gab es einen Militärsmarsch und danach sämtliche Colegios der Gegend, was schon über Wochen eingeübt wurde. Dabei natürlich auch ein wenig Theater und der typisch paraguayanische Tanz.
Buergermeister und Regierende der Colonia Independencia
usrpruengliche Lebensstile
diverse Colegios beim Marsch ....
die Uniform ...
unsere Secundaria ...
Praesentation des Colegios San Bonifacio
auch die Kleinen waren wichtig ...
mit meiner Vorschule :-)
typisch paraguayanische Kleidung - ganz traditionell :-)
hier gibt es sogar eine deutsche Schule ;-)
Eigentlich hätten wir dieses Fest auch am 15. gefeiert, doch leider wurde am Freitag, dem 13. Mai, der Vater 2er Schülerinnen unseres Colegios ermordet, weshalb die ganzen Festlichkeiten abgesagt und verschoben wurden. Das war eine sehr schreckliche Nachricht für uns alle und wir haben viel gebetet und versucht, den Familienangehörigen so gut es geht beizustehen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen