Das „Dengue“ ist eine in Paraguay stark vertretene (kommt aber auch in anderen Ländern Südamerikas vor) Viruserkrankung, die durch den Stich der Mücke „Aedes Aegypti“ übertragen wird. Von dieser Krankheit können Männer und Frauen jeglichen Alters betroffen sein.
Um übertragen zu werden, muss die Aedes Aegypti zuerst eine Person gestochen haben, die schon am Dengue erkrankt ist. Geschieht dies, wird jede weitere Person, die die Mücke sticht, von der Krankheit befallen.
Die Symptome des Dengue sind: Hohes Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schmerzen der Knochen und der Muskulatur, Schmerz hinter den Augen, rötliche Flecken auf der Haut, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit.
Wurde man einmal von dieser Krankheit befallen, ist man sozusagen „infiziert“ und wird man ein zweites Mal gestochen, verschlimmern sich die Auswirkungen der Krankheit um ein Vielfaches, denn zu den normalen Symptomen kommen ausserdem: starke Blutungen aus der Nase und des Zahnfleisches, Bauchschmerzen, die Haut wird bleich, kalt und klebrig, Erbrechen mit und ohne Blut, schneller oder schwacher Puls, Atemnot, Schwindel oder Ohnmacht, Reizbarkeit.
Diese Symptome beschreiben einen Fall des „Schlimmen Dengues“, der „Dengue Hemorrágico“ genannt wird.
Dieser Fall führt ohne sofortige medizinische Behandlung zum Tod.
Da es keine Präventivmassnahmen oder Impfungen für das Dengue gibt, kann man nichts weiter tun, als zu versuchen, die Ausbreitung der Aedes Aegypti zu verhindern.
Die Mücke wächst in stillem Wasser, weshalb jegliche Objekte oder Behälter, in denen sich Wasser sammeln kann, entfernt werden müssen.
Gerade im Sommer und Herbst, der Regenzeit hier, ist das Dengue stark vertreten und so sind dieses Jahr schon einige Menschen erkrankt und insgesamt sind in Paraguay schon 20 Menschen an diesem Fieber gestorben.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden so genannte „Säuberungen“ vorgenommen, bei denen sich auch unser Colegio beteiligt.
Dabei sind wir in Kleingruppen zu den Häusern der Umgebung gezogen und haben dort Büsche, in denen sich Mücken einnisten geschnitten, leere Plastikflaschen, die überall rumlagen entsorgt, Behälter, in denen sich Wasser sammeln kann (auch alte Autoreifen) entweder umgedreht oder auch entsorgt, … Es gab jede Menge Arbeit …
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